Intransitive Verben | Beispiele, Erklärung und Liste

Intransitive Verben sind Verben, die nicht mit einem Akkusativobjekt stehen können.

Sie sind das Gegenstück zu transitiven Verben, die mit einem Akkusativobjekt stehen.

Beispiel: intransitive und transitive Verben
Intransitives Verb: Paul schläft.

Transitives Verb: Paul schickt eine E-Mail.

Ein Akkusativobjekt ist ein Wort oder eine Wortgruppe im Akkusativ, mit dem oder der angegeben wird, worauf sich ein transitives Verb bezieht (hier: ‚eine E-Mail‘).

Intransitive Verben verwendest du entweder ohne Objekt oder mit einem Genitiv-, Dativ- oder Präpositionalobjekt.

Intransitive Verben: Varianten
Intransitives Verb Objekt Beispiel
schlafen Ohne Objekt Paul schläft.
harren Genitivobjekt Die Fans harrten des Konzerts.
gefallen Dativobjekt Der Film gefällt mir.
zweifeln (an) Präpositionalobjekt Die Richterin zweifelt an der Aussage.

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Transitive Verben | Beispiele, Erklärung und Liste

Transitive Verben sind Verben, die mit einem Akkusativobjekt stehen.

Beispiel: transitive Verben
Ich grüße Sophie.

Ich lese das Buch.

Ich erwarte die Gäste.

Ein Akkusativobjekt ist ein Wort oder eine Wortgruppe im Akkusativ.

Mit dem Akkusativobjekt wird angegeben, worauf sich die Handlung bezieht, die mit dem transitiven Verb ausgedrückt wird.

Die Handlung (hier: ‚grüßen‘, ‚lesen‘, ‚erwarten‘) kann sich auf Personen (hier: ‚Sophie‘, ‚die Gäste‘) oder Sachen (hier: ‚das Buch‘) beziehen.

Transitive Verben können in der Regel im Passiv verwendet werden.

Beispiel: Passiv bei transitiven Verben
Sophie wird gegrüßt.

Das Buch wird gelesen.

Die Gäste werden erwartet.

Das Passiv ist eine Verbform, bei der nicht die handelnde Person oder Sache im Fokus steht, sondern die Handlung selbst.

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Reflexive Verben im Deutschen | Erklärung, Liste und Übung

Reflexive (= rückbezügliche) Verben sind Verben, die mit einem Reflexivpronomen wie ‚sich‘ auftreten.

Beispiel: reflexives Verb
Anna freut sich.

Die Handlung, die mit reflexiven Verben ausgedrückt wird, bezieht sich in der Regel auf das Subjekt des Satzes zurück. Das Subjekt ist die Person oder Sache, die etwas tut (hier: ‚Anna‘).

Bei reflexiven Verben stimmen das Subjekt und das Reflexivpronomen in Person und Numerus (= Zahl) überein.

Beispiel: Übereinstimmung von Subjekt und Reflexivpronomen
Ich freue mich.

Du freust dich.

Wir freuen uns.

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Kopulaverb | einfach erklärt mit Beispielen

Die Kopulaverben im Deutschen sind ‚sein‘, ‚werden‘ und ‚bleiben‘.

Sie werden in der Regel zusammen mit einem Substantiv oder einem Adjektiv verwendet und bilden so die Aussage eines Satzes.

Kopulaverb: Beispiele
Kopulaverb Beispiel mit Substantiv Beispiel mit Adjektiv
sein Max ist Anwalt. Anna ist erfolgreich.
werden Max wird Anwalt. Anna wird erfolgreich.
bleiben Max bleibt Anwalt. Anna bleibt erfolgreich.

Indem du ein Kopulaverb und ein Substantiv verknüpfst, ordnest du das Subjekt einer Klasse zu (hier: ‚Anwalt‘). Das Subjekt ist die Person oder Sache, über die im Satz etwas ausgesagt wird.

Indem du ein Kopulaverb mit einem Adjektiv kombinierst, schreibst du dem Subjekt eine Eigenschaft zu (hier: ‚erfolgreich‘).

Beachte
Der Begriff ‚Kopulaverb‘ kommt vom lateinischen ‚copula‘, was ‚Band‘ oder ‚Verbindung‘ bedeutet.

Die Verben ‚sein‘, ‚werden‘ und ‚bleiben‘ werden Kopulaverben genannt, weil sie das Subjekt beispielsweise mit einem Adjektiv oder einem Substantiv verbinden.

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Modalverben im Deutschen | Erklärung, Beispiele und Übungen

Die Modalverben im Deutschen sind:

  • dürfen
  • können
  • mögen
  • müssen
  • sollen
  • wollen

Mit Modalverben kannst du ausdrücken, dass etwas erlaubt, möglich, gewünscht oder notwendig ist.

Dazu verknüpfst du ein Modalverb mit einem Vollverb im Infinitiv (= Grundform). Ein Vollverb ist ein Verb wie ‚lernen‘, das alleine im Satz stehen kann.

Verwendung der Modalverben
Bedeutung Beispiel
Erlaubnis Ich darf lernen.
Möglichkeit Ich kann lernen.
Wunsch Ich mag/will lernen.
Notwendigkeit Ich muss/soll lernen.

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Hilfsverben im Deutschen | Beispiele und Erklärung

Die Hilfsverben im Deutschen sind ‚haben‘, ‚sein‘ und ‚werden‘.

Am häufigsten verknüpfst du Hilfsverben mit anderen Verben, um Zeitformen wie das Perfekt oder das Futur 1 zu bilden.

Bildung von Perfekt und Futur 1
Zeitform Hilfsverb Beispiel
Perfekt
(= Vergangenheitsform)
haben Ich habe geschrieben.
sein Ich bin gegangen.
Futur 1
(= Zukunftsform)
werden Ich werde schreiben.

Mit den Hilfsverben ‚werden‘ und ‚sein‘ bildest du zudem das Passiv (= Verbform zur Betonung einer Handlung).

Beispiel: Bildung des Passivs
Passiv mit ‚werden‘: Das Buch wird geschrieben.

Passiv mit ‚sein‘: Das Buch ist geschrieben.

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‚Ein‘ oder ‚einen‘ | wann du was verwendest

‚Ein‘ und ‚einen‘ sind Formen des unbestimmten Artikels, die vor einem Substantiv stehen.

Beispiel: ‚ein‘ oder ‚einen‘
Auf der Wiese steht ein Hirsch.

Die Biologin beobachtet einen Hirsch.

Wann du ‚ein‘ oder ‚einen‘ verwendest, hängt von drei Kategorien ab, nach denen ein Substantiv bestimmt ist:

‚Ein‘ verwendest du bei neutralen (= sächlichen) Substantiven im Nominativ und Akkusativ Singular sowie bei maskulinen (= männlichen) Substantiven im Nominativ Singular.

‚Einen‘ verwendest du bei maskulinen Substantiven im Akkusativ Singular.

Verwendung von ‚ein‘ oder ‚einen‘ 
Artikel Genus Kasus Numerus Beispiel
ein Neutrum Nominativ Singular Auf der Wiese steht ein Reh.
Neutrum Akkusativ Singular Die Biologin beobachtet ein Reh.
Maskulinum Nominativ Singular Auf der Wiese steht ein Hirsch.
einen Maskulinum Akkusativ Singular Die Biologin beobachtet einen Hirsch.

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