Pustekuchen | Bedeutung & Herkunft

Der umgangssprachliche Ausdruck ‚Pustekuchen‘ bedeutet so viel wie ‚von wegen‘.

Er wird verwendet, wenn sich jemand umsonst Hoffnungen gemacht hat oder eine Vermutung nicht zutrifft.

Pustekuchen Beispiel
Ich dachte, dass das schnell erledigt ist. Pustekuchen! Es hat ewig gedauert.

Meist kann ‚Pustekuchen‘ durch ‚denkste‘ oder ‚weit gefehlt‘ ersetzt werden.

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Quitt | Bedeutung & Herkunft

Das umgangssprachliche Wort ‚quitt‘ bedeutet, dass man einander nichts mehr schuldig ist.

Es beschreibt also einen ausgeglichenen Zustand in Bezug auf Schulden oder Verbindlichkeiten.

Quitt Beispiel
Hier hast du dein Geld zurück. Jetzt sind wir quitt.

Üblicherweise wird es mit dem Verb ‚sein‘ verwendet, wie du im obigen Beispiel siehst.

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Gedöns | Bedeutung & Herkunft

Das Wort ‚Gedöns‘ wird umgangssprachlich dazu verwendet, unnötige Gegenstände oder überflüssiges Verhalten zu beschreiben.

Im weitesten Sinne ist damit alles gemeint, was keinen Nutzen bringt. Der Begriff enthält also eine leicht negative Wertung.

Gedöns Beispiel
Gegenstände:

  • Bitte räum doch endlich das ganze Gedöns hier weg!

Verhalten:

  • Wie kann man immer so ein Gedöns um solche Kleinigkeiten machen?

Das Wort ‚Gedöns‘ wird nur im Singular verwendet. Es handelt sich deshalb um ein Singularetantum (= Einzahlwort).

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Fisimatenten | Bedeutung & Herkunft

Der umgangssprachliche Ausdruck ‚Fisimatenten‘ bezieht sich auf Unfug, Ablenkungen oder Ausflüchte, die zu unnötigen Verzögerungen führen.

Im weitesten Sinne sind damit alle Handlungen gemeint, die vom Wesentlichen ablenken.

Fisimatenten Beispiel
Mach mir bloß keine Fisimatenten!

Weitere umgangssprachliche Wörter, die eine ähnliche Bedeutung haben, sind ‚Faxen‘, ‚Sperenzchen‘ und ‚Mätzchen‘.

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Nominalphrase | einfach erklärt mit Beispielen

Eine Nominalphrase (auch Nominalgruppe) ist eine Wortgruppe, deren Hauptbestandteil ein Nomen ist. Eine Wortgruppe ist eine Gruppe von Wörtern, die zusammengehören.

Nominalphrase Beispiele
  • die Katze
  • das Konzert gestern
  • der alte Baum

Alle anderen Wörter der Phrase beziehen sich auf dieses Nomen.

nominalphrase

Üblicherweise bestehen Nominalphrasen aus mehreren Wörtern. In Ausnahmefällen kann es sich aber auch um ein einzelnes Wort handeln.

Beachte
Der Begriff ‚Phrase‘ wird in der Grammatik verwendet, um zusammengehörige syntaktische Einheiten zu bezeichnen.

Die Syntax ist ein Teilgebiet der Grammatik. Sie beschäftigt sich mit dem Aufbau von Sätzen. Eine syntaktische Einheit ist also ein zusammengehöriger Teil eines Satzes.

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Genitivattribut | Definition, Beispiele und Übungen

Das Genitivattribut ist ein Attribut, das im 2. Fall (‚Wessen?‘) steht.

Es wird dazu verwendet, ein anderes Wort im Satz näher zu bestimmen. Meist drückt es Besitz oder Zugehörigkeit aus.

Beispiel: Genitivattribut
Besitz:

  • Die Katze der Nachbarn schläft im Garten.
  • Christians Fahrrad ist grün.

Zugehörigkeit:

  • Der Inhalt der Kiste ist wertvoll.
  • Am liebsten esse ich den Käsekuchen meiner Oma.

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Krokodilstränen | Bedeutung & Herkunft

Der Ausdruck ‚Krokodilstränen‘ bezieht sich auf vorgetäuschte Traurigkeit oder geheucheltes Mitgefühl. Krokodilstränen sind also keine echten Tränen.

Im Alltag wird dieser Begriff genutzt, um zu betonen, dass jemand nur so tut, als wäre er oder sie traurig.

Beispiel: ‚Krokodilstränen‘
Du kannst dir deine Krokodilstränen sparen! Es tut dir doch nicht wirklich leid.

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Etepetete | Bedeutung & Herkunft

Der umgangssprachliche Ausdruck ‚etepetete‘ bezieht sich auf geziertes, wählerisches oder übermäßig vornehmes Verhalten.

Im Alltag wird das Wort meist abwertend genutzt, um unerwünschtes Verhalten zu kommentieren.

Beispiel: Abwertende Verwendung von ‚etepetete‘
Der ist immer so etepetete, der soll sich mal locker machen!

‚Etepetete‘ kann aber auch mit einem Augenzwinkern verwendet werden, um Personen auf humorvolle Weise auf ihr Verhalten hinzuweisen.

Beispiel: Humorvolle Verwendung von ‚etepetete‘
Du bist so etepetete, du würdest sogar Pommes mit Messer und Gabel essen.

‚Etepetete‘ ist eine alte Redensart, die vor allem im Norden Deutschlands und im Wienerischen bekannt ist. Es wird heutzutage aber nicht mehr häufig verwendet.

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Was ist ein Parallelismus? | Beispiele und Wirkung

Der Parallelismus ist ein Stilmittel, das durch die Wiederholung der Satzstruktur entsteht.

Das bedeutet, dass die Bestandteile von mindestens zwei aufeinanderfolgenden Sätzen, Satzteilen oder Versen dieselbe Reihenfolge haben.

Im folgenden Beispiel bestehen beide Sätze aus den Satzgliedern Subjekt, Prädikat und Objekt.

Parallelismus Beispiel
Satz 1: Ich mag Hunde.

Satz 2: Du magst Katzen.

Mit dem Parallelismus kannst du Aussagen verstärken und den Lesenden Orientierung im Text bieten. Zudem erhöht er die Einprägsamkeit.

Das Stilmittel findet deshalb häufig in Sprichwörtern, in der Literatur, in der Werbung sowie in der Rhetorik Anwendung.

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Antithese | Beispiele, Wirkung und Definition

Das Stilmittel der Antithese ist die Gegenüberstellung gegensätzlicher Begriffe oder Gedanken.

Antithese Beispiel
Begriffe: Himmel und Hölle

Gedanken: Lieber einen Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach.

Die Antithese wird durch mindestens zwei Wörter gebildet, die einen inhaltlichen Gegensatz darstellen.

Sie kann aber auch durch die Verwendung mehrerer gegensätzlicher Begriffspaare verstärkt werden.

Beispiel: mehrere Antithesen in einem Satz
„Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein:

Wo jetzt noch Städte stehn, wird eine Wiese sein.“ (Gryphius)

In diesem Gedicht stellt Gryphius das Heute und das Morgen gegenüber, indem er die gegensätzlichen Begriffe ‚heute‘ und ‚morgen‘, ‚baut‘ und ‚reißt ein‘ sowie ‚Städte‘ und ‚Wiese‘ verwendet.

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